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Weberei Wendler

Chronik der Firma Wendler Auszüge aus der Chronik zum 125 jährigen Jubiläum im August 1968 von Dr. jur. Ernst Wendler

Die Weberei Wendler

Anfrang der fünfziger Jahre. Quergestelltes Gebäude vor dem Hauptgebäude: im Krieg Wohnbaracke der Zwangsarbeiter, nach dem Krieg Unterkunft für Flüchtlinge. (Album Wendler, Reutlingen; Quelle: Lomersheim an der Enz, S. 269)

Es war ausgerechnet das an sich tragische Ereignis des Mühlenbrandes von 1901, das für Lomersheim mit Beginn des 20. Jahrhunterts die Tür zum Industriezeitalter weit aufstieß. Die künftige Verwendung des Mühlengeländes schien zunächst unklar, der Verkauf des Areals brachte weniger als die Hälfte seines zuvor auf 220.000 Mark veranschlagten Wertes ein. Die Weberei und Spinnerei Wolf aus Reutlingen erwarb das Gelände Ende 1901.

Mit weit über 200 Webstühlen und sonstigen Maschinen nahm das Werk am 1. Mai 1906 den Betrieb auf, doch musste es Wild - durch eine schwere Erkrankung behindert - ebenso wie verschiedene andere seiner Fabriken bereits kurze Zeit nach Eröffnung schon wieder veräußern. Im Sommer 1907 ging die Lomersheimer Weberei, in die Wild nach eigenen Angaben 600.000 Mark investiert hatte, für weniger als die Hälfte dieses Betrages an die Reutlinger Firma "Mechanische Baumwollweberei Gebrüder Wendler" unter Leitung des Fabrikaten Eberhard Wendler sein. Das gesamte Personal des Wildschen Betriebes wurde übernommen.

Automatensaal der Weberei

(Album Wendler, Reutlingen; Quelle: Lomersheim an der Enz, S. 270)